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Modern Lines – Das Hansaviertel im Zeichen einer neuen Formensprache

Die IBA 2020 ist in Vorbereitung und beschleunigt die Debatte um Berlins städtebauliche Zukunft. Davon nicht wegzudenken ist die Kontroverse um die Architektur der Moderne, als deren Aushängeschild das Hansaviertel, im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957, errichtet wurde.

In der Stadtplanung, in der heute ein grundlegend anderes Konzept vorherrscht, löst besonders die Nachkriegsmoderne Unbehagen aus. Ihre Gegner verunglimpfen sie als gescheitertes Modell und ihre Bauwerke als überholte Kuriositäten. Der Trend geht zu Verwahrlosung und Abriss. So wird für viele Architekturliebhaber die Sorge um den Erhalt dieses Erbes immer drängender.

In diesem Kontext wagt die Serie Modern Lines einen erneuten Blick auf die Interbau 57. Die Fotografien legen den Akzent auf das zeittypische Spiel von Linienführung und Rhythmik, das sich in den abstrahierenden Bildkompositionen verdichtet. In dem Wechselspiel zwischen der Formensprache der Bauwerke und der eigenen Formensprache der Fotografin entsteht ein vermittelnder, fast intimer Einblick in die Architektur des Hansaviertels, durch den sich die zeitlose Schönheit der Nachkriegsmoderne vielleicht spontaner offenbart als bei der Betrachtung aus der Distanz.

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